Montag, 31. Oktober 2016

Wer kann Camouflage tragen?

Camouflage kann prinzipiell zunächst jeder tragen, dem das Muster gefällt. Es macht dabei keinen Unterschied, ob Sie eher ein elegantes, sportliches oder alternatives Styling bevorzugen. Allerdings sollte man bedenken, dass das Muster im Alltag eher betont als tarnt.

Der Camouflage Look ist sehr auffällig. Deshalb sollten andere Muster eher vermieden werden. Streifen oder Punkte "beißen" sich mit diesem Muster enorm. Auch farblich sollten Sie stark aufpassen. Das klassische Tarnmuster weist verschiedene Grüntöne und Braun auf (dabei gibt es unterschiedliche Abweichungen in den Farbnuancen). Dazu passen braune und schwarze Töne Ideal.

Bei einer Jacke können Sie das Muster aber auch mit Bluejeans kombinieren. Als Top oder T-Shirt unter der Jacke sehen gerade schwarze Tops gut aus. Diese eignen sich super, sofern Sie ein wenig mehr auf den Hüften haben. Schlanke Menschen können auch zu Weiß greifen.

Welche Accessoires passen zum Camouflage Muster?


Da der Look vom Militär abgeschaut ist, verbinden gerade ältere Menschen damit die Verherrlichung des Krieges. Dies ist aber eigentlich nicht der Fall, sondern im Gegenteil - es ist ein Modestatement gegen den Krieg. Um das zu verdeutlichen, können Sie eine Kette mit einem Peace-Zeichen tragen. Auch Buttons, die an die Hippiebewegungen , die diesen Trend das erste Mal aufleben ließen, eignen sich gut, um ein Modestatement gegen den Krieg zu unterstreichen.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Die besten Camouflage Outfits in 2016

Die dunklen Camouflage Muster in Grün- und Brauntönen waren zunächst eigentlich zu Tarnungszwecken gedacht, sorgten aber bereits in den 90er Jahren für Aufruhr in der Modeszene. In Zeiten von Girlgroups und Grunge sah man immer öfter Camouflage. Damals galt es als zwar noch etwas als Stilbruch: Ein Muster, das man eher mit Kämpfen und Kriegen verbindet, als Fashion Statement auf Abendkleidern, Shirts und Röcken. Doch die Materialien hatten nichts mehr mit den funktionalen und straparzierfähigen Stoffen für den Einsatz in rauen Umgebungen gemeinsam. Ganz im Zeichen der 90er fand sich der Camouflage Print nun auf hautengen synthetischen Stoffen, die dadurch ebenfalls einen Kontrast zu der normalerweise eher lockeren Tarnkleidung darstellten.

Camouflage Light

Polyester und enge Schnitte, mal mit Leopardenprint, mal mit Farbverlauf, sind besonders gut, für alle, die sich nicht sofort an das militärische Muster herantrauen, aber den Trend gerne mal in ein Outfit aufnehmen möchten. Besonders freuen können sich nun alle, die schon beim Military Look einige Kleidungsstücke erworben haben. Alle anderen finden aber auch so problemlos in den meisten Geschäften tolle Teile für das eigene Camouflage Outfit.

Die besten Camouflage Outfits

Gerade für die weniger Mutigen ist eine Camouflage Jacke ein guter Einstieg in den Trend. Besonders oft sieht man lockere Übergangsjacken mit Camouflage Muster. Leger funktionieren die Jacken wunderbar mit bedruckten Shirts und Jeans. Wer die gedeckten Farben etwas auflockern will, sollte zu Kontrast Accessoires greifen um einen bunten Akzent in die meist eher dunklen Farben zu bringen.

Camouflage richtig kombinieren

Gerade im Frühling sollte man Camouflage Outfits mit freundliche Farben kombinieren, wie zum Beispiel weiß, aber auch helle Grautöne oder Sommerfarben lassen sich super dazu tragen.

Wer dem Camouflage Muster nicht viel abgewinnen kann, kann sich auch nur an den Grüntönen orientieren.

Wo Camouflage nicht passt

So sehr das Tarnmuster die verschiedensten Outfits verschönert, am Abend und bei festlichen Veranstaltungen sollte man dennoch lieber darauf verzichten.

Fazit

Camouflage Outfits schmeicheln nicht nur der Figur, sondern lassen sich perfekt zu den meisten Gelegenheiten tragen. Sie verleihen Coolness und sind besonders durch den Stilbruch interessant und heben sich vom 08-15 Look der üblichen Standard-Modeketten Outfits ab.

Samstag, 29. Oktober 2016

Camouflage Look: Wie kombinert man ihn am besten?

Der Camouflage-Look ist derzeit absolut im Trend und viele weit verbreitete Marken führen in ihren Kollektionen Kleidungsstücke mit Camouflage-Optik. Wir zeigen Euch in diesem Beitrag wie ihr Camouflage Kleidungsstücke am besten kombiniert, um einen stylischen Look zu erzielen.

Ursprung des Camouflage-Musters

Camouflage wird seit dem Ende des Ersten Weltkriegs im Militär verwendet, um sich seiner Umgebung besser anzupassen und möglichst unerkannt von Feinden zu bleiben. Während zu Napoleons Zeiten die Soldaten noch in farbenfrohen Uniformen der Wappen- und Landesfarben in den Krieg zogen, veränderten schnell feuernde Waffen wie das Maschinengewehr die Taktiken der Generäle. Camouflage kommt aus dem Französischen und bedeutet "Tarnung". In unserem Sprachgebrauch hat sich das Wort Camouflage jedoch gleichbedeutend mit dem in Deutschland typischen grünen Camouflage-Muster eingegliedert. Doch nun zurück zur Camouflage-Mode.

Wie kombinert man Camouflage-Mode am besten?

Nun geht es darum den Camouflage-Modetrend richtig in Szene zu setzten. Schließlich sollte man es nicht nur tragen, weil es gerade im Trend ist, sondern weil es zum eigenen Typ passt. Generell sind die Camouflage Farbkombination eher maskulin und passen hervorragend zu Männern.

Es lässt sich kein bestimmter Typ oder Stil ausschließen. Wer sonst eher sehr elegant unterwegs ist kann dies Muster ausgesprochen dezent einsetzten, wer eher lässig unterwegs ist kann ruhig zu etwas mehr Camouflage greifen. Durch die vielmehr dunklen Farben passt dieses meiner Meinung nach besser zu dunklen Typen mit dunklen Haaren als zu hellen Haut- und Haartypen.


Camouflage Farben

Camouflage beinhaltet die Farben grün, braun und schwarz mit verschiedenen Stärken und Intensitäten. Zum kombinieren muss also etwas gefunden werden, dasjenige zu diesen Farben entweder farblich passt oder den Kontrast darstellt. Denn Camouflage eher dunkel ist, sollte man bei allen anderen Farben auch über dunklen Tönen greifen. Ein dunkles Rot ist z. B. hervorragend aber auch dunkelgrün (Army Green), oder aber dunkelgrau eignen sich. Schwarz funktioniert immerzu und alle dunklen Gelbtöne die darüber hinaus Richtung braun gehen, aber nicht ganz braun sind.




Welche Kleidungsstücke passen zu Camouflage?

Bei der Wahl jener richtigen Kleidungsstücke ist Vorsicht geboten, um am Ende nicht wie in Soldat in kompletter Uniform auszusehen. Vielmehr solltet Ihr das Camouflage-Muster unterschwellig in euer Outfit integrieren, ohne dass das groß auffällt. Von Hosen würde ich abraten, wenn überhaupt dann eine Skinny-Jeans, weite Schlabberhosen oder Cargohosen sind unpassend. Jacken dagegen sind immer wieder vorteilhaft. Allerdings sollten es keine schweren Winterjacke sein, sondern eher ein leichter Blazer, alternativ geht auch ein lockerer Parka für den Sommer. Wer es unauffälliger mag, kauft sich ein Camouflage T-Shirt oder ein Hemd und trägt andere Kleidungsstücke darübe, damit das Camouflage Muster weniger auffällt.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Camouflage Muster im Überblick

Die Verbreitung von Camouflage Kleidung in der Mode begann in den 1960er Jahren in den USA. Dort wurde Camouflage Kleidung, meist oliv grau "O.D. olive drab", zunächst hauptsächlich von Anti-Kriegs-Demonstranten getragen, wie beispielsweise den "Vietnam Veteranen gegen den Krieg", aber dann auch immer breiter als generelles Symbol des politischen Protestes.
Modedesigner verwendeten Camouflage oft als Inspiration - angezogen von den markanten Designs, der "gemusterten Unordnung" von Camouflage, der Symbolik (als Verherrlichung oder auch im gegenteiligen Sinne) und ihrer Vielseitigkeit. Zu den frühen Modedesignern, die Camouflage verwendeten, gehören Marimekko (1960s), Jean-Charles de Castelbajac (1975-), Stephen Sprouse (mit Warhol-Druck, 1987-1988) und Franco Moschino (1986).

Der richtige Durchbruch von Camouflage in der Modewelt kam allerdings erst in den 1990er Jahren, als es von Streetwear- bis hin zu High-Fashion-Labels für neue Kollektionen verwendet wurde. Damals war auch vor allem die Verwendung von "Faux-Camouflage" populär.

Labels und Designer, die Camouflage in den 1990er Jahren und darüber hinaus verwendeten, umfassen: John Galliano für Christian Dior, Marc Jacobs für Louis Vuitton, Comme des Garçons, Chanel, Tommy Hilfiger, Dolce & Gabbana, Issey Miyake, Armani, Yves Saint-Laurent.Unternehmen, die eng mit Tarnmustern verknüpft sind, umfassen: 6876, A Bathing Ape, Stone Island, Stüssy, Maharishi, Mhi, Zoo York, Addict, und Girbaud, unter Verwendung und Überdrucken eines echten militärischen Überschussstoffs; Andere verwenden Tarnmuster in leuchtenden Farben wie rosa oder lila. Einige, wie Emma Lundgren und Stüssy, haben ihre eigenen Entwürfe oder integrierte Tarnmuster mit anderen Symbolen erstellt.

Einfarbige Tarnfarben / solid colors

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde erstmals mit einfarbigen tarnenden Uniformen experimentiert. Die damals vorherrschenden kolonialen und internationalen Konflikte fanden zumeist in tropischen, trockenen Klimazonen statt. Die dort vorherrschenden natürlichen Gegebenheiten machten heranrückende Soldaten oft zu einem leichten Ziel. Sowohl in Großbritannien als auch in den USA wurden daher nach einigen Erfahrungen im Jahr 1902 die bisher vorherrschenden traditionellen Uniformen durch neue, khaki- bzw. sandfarbene Ausrüstungsgegenstände ersetzt. Um 1900 erhielt das ostasiatische Expeditionskorps der kaiserlichen Armee eine Tropenuniform in „erdfarbenem Feldgrau“. 1907 wurden im gesamten deutschen Heer feldgraue Uniformen mit braunem Lederzeug eingeführt.

O.D. green / "olive drab" / oliv grau

 

Bevor die US Army in der Mitte der siebziger Jahre die mehrfarbige Tarnung einführte, herrschte in ihren Reihen (wie auch in denen vieler anderer Armeen) durchgängig einfarbige Monotonie. Die farbliche Schlüsselrolle spielte seit dem Weltkrieg ein unter der Bezeichung "Olive Drab (kurz OD) bekannt gewordener Farbton. OD war über Jahrzehnte hinweg die Standardfarbe der US-Streitkräfte. Standard bedeutet in diesem Zusammenhang aber nicht, das "Olive Drab" tatsächlich auch immer "Olive Drab" war. Zum einen wurden unter dem Begriff Olivgrün nicht selten die verschiedensten dunkelgrünen Farbtöne zusammengefasst, zum zweiten veränderten selbst die US-Streitkräfte im Laufe der Jahre ihre Vorstellungen darüber, was denn OD wäre und was nicht.

Trotz aller Unschärfen, die sich mit dem Begriff "Olive Drab" verbinden, war diese Farbe viele Jahre lang auf Fahrzeugen, Feldbekleidungen, Kampfausrüstungen oder Munitionskästen zu finden. Wie bereits erwähnt, handelte es sich um einen matten, dunklen Grünton, der nicht einheitlich definiert war, sondern durchaus in verschiedenen Schattierungen (mal mehr braun, mal mehr gelb) auftrat. Hinzu kommt, dass "Olive Drab" als Fahrzeug- oder Gerätelackierung den üblichen Umwelteinflüssen unterlag und im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark alterte.


Coyote Brown / Hellbraun / Sandbraun



Im November 2014 kündigte das US Verteidigungsministerium an, dass die US Armee den Übergang zu den Stiefeln in "coyote braun" bis zum Sommer 2015 vollziehen würde. Der Hauptvorteil der neuen Farbe ist, dass es effektiver bei der Tarnung in einer breiteren Palette von verschiedenen Umgebungen ist. Die dunklere "coyote brown" Farbe verdeckt auch Flecken und Verschleiß besser als die aktuelle "desert tan" (Wüstenbraun) Farbe.
Wenn der US Kongress sich durchsetzt, werden alle militärischen Dienste bis 2018 dieselben Uniformen tragen. Das National Defense Authorization Act von 2014 erfordert ein einziges Muster für alle Abteilungen: "Es ist die Politik der Vereinigten Staaten, dass der Verteidigungsminister bis spätestens 1. Oktober 2018 alle militärischen Dienste verpflichtet, eine gemeinsame Kampftarnuniform zu verwenden, einschließlich Farben- und Mustervarianten, die für spezifische Kampfumgebungen bestimmt sind."
Weitere Infos zu Coyote Brown: "Coyote Brown ist das neue Grau"


Mehrfarbige Tarnmuster

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden erstmals Tarnmuster für Uniformen verwendet. Am bekanntesten wurde das Splittertarnmuster, das 1931 bei der Reichswehr eingeführt wurde, international Nachahmung fand und seitdem bis heute in vielen Varianten verbreitet ist. So rüstete Italien bereits 1937 seine Fallschirmjäger damit aus. Die Fallschirmtruppe der Wehrmacht war ebenfalls mit dieser Spezialbekleidung ausgestattet.
Das deutsche Platanenmuster – Herbstfarbe, das für die Tarnbekleidung der Waffen-SS von 1937 bis 1945 speziell entwickelt wurde, war wohl das älteste in Großserie hergestellte und im Kampfeinsatz durchgängig verwendete Flecktarn der Welt.

1942 begann die US-Army erbeutete Ausrüstungsgegenstände der Waffen-SS nach ihrer Tarnwirkung zu studieren. Bereits im Sommer desselben Jahres waren Einheiten der US-Armee und Marineinfanterie mit einer amerikanischen Variante des deutschen Flecktarnmusters ausgerüstet.

Eines der bekanntesten Tarnmuster ist sicher das „Woodland“-Muster der USA, eine vergrößerte Version des ERDL-Musters (Engineer Research & Development Laboratory) von 1948, das schon in Vietnam zum Einsatz kam. Heutzutage hat praktisch jede Armee der Welt ihr eigenes Tarnmuster, welches damit auch schon wieder einen Erkennungswert darstellt. Anfang des 21. Jahrhunderts kamen neuartige, mit Hilfe von computergenerierten Fraktalen erstellte Digitaltarnmuster auf, wie zum Beispiel das CADPAT der Kanadischen Armee oder auch das MARPAT des United States Marine Corps.

Woodland




Das Woodland Pattern war das Standard-Tarnmuster, das 1981 an US-Soldaten, Marines, Flieger und Matrosen ausgegeben wurde, mit der Ausgabe der Battle Dress Uniform, bis zu deren Ersatz um 2006. Es ist ein vierfarbiges, kontraststarkes, kontrastreiches Muster mit unregelmäßigen Markierungen in Sand, Braun, Grün und Schwarz.

Weitere Informationen zu Woodland: http://camopedia.org/index.php?title=Woodland

MultiCam



Das MultiCam-Tarnmuster wurde von der US-amerikanischen Firma Crye Precision in Zusammenarbeit mit dem United States Army Soldier Systems Center entwickelt. MultiCam wurde entwickelt, um in verschiedenem Terrain, Jahreszeiten, Lichteinwirkungen und unter Infrarot die Konturen des Soldaten zu verwischen. Es ist ein sieben-Farben, Multi-Umfeld Tarnmuster.

Das MultiCam Tarnmuster sollte die 3-Color Desert und Woodland Muster ersetzen, aber verlor 2004 in einer Ausschreibung gegen das Universal Camouflage Pattern (UCP) welches in der derzeitigen Army Combat Uniform zum Einsatz kommt. Dennoch setzte es die US Armee 2010 als Ersatz für UCP im Afghanistankrieg ein und auch amerikanischen Spezialeinheiten sowie zivile Strafverfolgungsbehörden verwenden das MultiCam Tarnmuster.

MultiCam hat Hintergrundfarben eines braunen bis hellbraunen Farbverlaufs mit lindgrünen Zwischentönen, der Hauptteil besteht aus grünem bis gelblich-grünem Farbverlauf und schließlich dunkelbraunem und hellrosa Flecken, die sich über das gesamte Muster verteilen. Dies ermöglicht es, dass sich das Gesamtbild von grünlich zu bräunlich in verschiedenen Bereichen des Gewebes ändert, während es kleinere Flecken aufweist, um die größeren Hintergrundbereiche aufzubrechen.

MultiCam war Teil der Future Force Warrior-Konzeption, die in das eingestellte Future Combat System einfließen sollte. Es findet nun Anwendung im Brigade Combat Team Modernization-Programm. 

Army Combat Uniform (ACU) mit Universal Camo Pattern (UCP)





Die Army Combat Uniform (ACU) ist der derzeitige Kampfanzug der US Army. Anders als der vorherige Kampfanzug der US Army, die Battle Dress Uniform (BDU) mit Woodland- oder Desert Camouflage Muster, nutzt die ACU eine Universaltarnung, genannt Universal Camo Pattern (UCP), entwickelt für alle Regionen und Jahreszeiten. Das Digitaltarnmuster, ähnlich dem MARPAT-Tarnmuster des US Marine Corps, enthält verschiedene Grau-, Beige- und Grüntöne, die es für den Einsatz in allen Gebieten tauglich machen sollte, was sich effektiv im Einsatz aber leider als nicht erfolgreich erwiesen und zu vielen Beschwerden der US Soldaten geführt hat. In Afghanistan zum Beispiel war der Sand viel zu dunkel, so dass die ACU von weitem gesehen wurde. Außerdem ist die ACU nicht für bewaldetes Gebiet geeignet.

Die amerikanische und englische Presse machte sich daraufhin darüber lustig, dass die US Regierung 5 Billionen US-Dollar für ein neues Tarnmuster der Zukunft verschwendet hat, was viel schlechter wirkt, als alle "alten" traditionellen Tarnmuster:
Blobbing Effekt
Insbesondere der sogenannte "Blobbing"- oder "Isoluminance"-Effekt, der durch die Größe und Anordnung des Digitalmuster verursacht wird, führt dazu, dass das menschliche Auge das Muster und die verschiedenen Farben aus der Ferne als eine zusammenhängende Masse wahrnimmt und der Tarneffekt damit nahezu null ist.
"Because the scale of the patterns in the camo were badly chosen, it triggered an optical effect called "isoluminance," a phenomenon in which the eye interprets many patterns and colors as a single mass. In other words, it was actively making soldiers less safe.

Bei der BDU waren noch zwei verschiedene Tarnmuster für unterschiedliche Regionen im Gebrauch: Woodland und 3C-Desert. Die folgende Grafik zeigt sie im Vergleich zur neuen ACU:

Die ACU ersetzte bei der US Army die BDU, welche seit September 1981 in Gebrauch gewesen ist. Anfang der Einführung in die Truppe war das Jahr 2005, wobei dieser Prozess bis Ende 2007 abgeschlossen wurde. In der Übergangszeit waren sowohl die ACU als auch die alte BDU in verschiedenen Tarnmustern in Gebrauch.

Mittlerweile wird überlegt, die Army Combat Uniform im Universal Camouflage Pattern durch eine Version mit dem Multicam-Tarnmuster zu ersetzen, da sich das UCP-Tarnmuster als nicht so effizient erwiesen hat, wie es zuerst gedacht war.

Operational Camouflage Pattern (OCP)



Scorpion W2 oder auch Operational Camouflage Pattern (OCP) ist ein Tarnmuster der United States Army, das als zukünftiges Haupttarnmuster der Streitkräfte ab Mitte 2015 dienen soll. Es soll sowohl das zuvor eingeführte Universal Camouflage Pattern als offizielles Einsatzuniformmuster für die meisten US-Soldaten als auch das sehr ähnliche MultiCam, welches für Truppen in Afghanistan eingesetzt wurde, ersetzen.

Im Zuge der Feststellung der US-Armee, dass sich das bisherige UCP für keine einzige Umgebung als optimales Tarnmuster eigne, wurde auch unter Druck des US-Kongresses entschieden, dass ein neues, den Anforderungen genügendes Muster entwickelt werden sollte.[1] 

2010 schließlich standen 22 mögliche Kandidaten zur Auswahl. Es wurden daraufhin bis zur Endwertung alle bis auf fünf Muster eliminiert, die sich gegenüber den herkömmlichen Mustern als überlegen zeigten, darunter auch das Operational Camouflage Pattern (OCP), das als interner Kandidat der Army neben vier kommerziellen Mustern zur Auswahl stand

Weitere Informationen zu OCP: http://tacticalgear.com/ocp-acus

A-Tacs



Aufgrund den schlechten Erfahrungen mit dem teuren aber im Einsatz wirkungslosen UCP Digitaltarnmuster, setzt das US-Militär seine Suche nach einem effektiveren Tarnmuster ständig fort. Die Firma Digital Concealment Systems (DCS) möchte als ein möglicher Anwärter die Gunst der Militärs und Sicherheitsdienste mit ihrem A-TACS® (Advanced TActical Concealment System) Tarnmuster gewinnen.

"Muster in einem Muster"-Konzept
Das einzigartige "Muster in einem Muster"-Konzept von A-TACS soll es ermöglichen, die Umrisse des menschlichen Körpers zu brechen, basierend auf einer Palette von vermischten natürlichen Farben auf einer neutralen beigen Basis für den Einsatz in offenen, felsigen oder ariden Umgebungen. Viele, die das A-TACS Tarnmuster gesehen haben, sagen tatsächlich, dass es anders ist als jedes bisherige Tarnmuster, besonders durch seine chamäleonähnlichen Qualitäten, welche es ermöglichen sich in die Umgebung zu mischen.

Fernando Coelho, Präsident von EOTAC®, LLC, sagte dazu: "Ich freue mich sehr, dass wir am A-TACS®-Projekt beteiligt sind. Von all den Tarnmustern, die ich über die Jahre gesehen habe, ist dies das erste, das von der Tradition abbricht und eigentlich Sinn macht. "Darüber hinaus macht die komplizierte Natur des Musters es schwierig zu kopieren."
Philip Duke, DCS Design Director, bekräftigt: "Wir möchten die Messlatte gegenüber dem, was mit der aktuellen Textildrucktechnik möglich ist, kontinuierlich erhöhen. Die Tatsache, dass es Interesse von den US-Militär in der Arbeit, die wir tun, gibt, zeigt, dass wir mit unseren Anstrengungen auf dem richtigen Weg sind.".

A-TACS® wurde von Digtal Concealment Systems (DCS) entwickelt, um den Ruf nach besserer und effektiverer Tarnsystemintegration für das Einsatzpersonal in jeder Dienstleistungsbranche vom Militär bis zur Strafverfolgung zu beantworten. A-TACS® ist als universelles Muster für eine Vielzahl von Betriebsumgebungen konzipiert, wobei zusätzliche Farb- und Designvarianten folgen.

Besser als bisherige Digitale Tarnmuster
Viele der modernen digitalen Tarnmuster, die derzeit vom Militär und
Strafverfolgungsbehörden benutzt werden, haben Fehler. Die quadratischen Pixel, die verwendet werden, um den Verzerrungseffekt zu erzeugen, replizieren nicht die Formen, Formen und Schatten der Umgebung, in der sie eingesetzt werden, insbesondere wenn sie durch Ferngläser betrachtet werden. Die Winkel von neunzig Grad und die begrenzte Verwendung von natürlichen Farben können in vielen Fällen die Erkennung der bisherigen digitalen Tarnmuster erleichtern.

Zusätzlich neigt das "visuelle Rauschen" in diesen gleichen Mustern dazu, sie insbesondere aus der Ferne zu einer festen Farbe verschmelzen zu lassen, was einen "Blobbing"-Effekt (auch "isoluminance" genannt) erzeugt. Die Funktion des menschlichen Farbensehens, liegt nämlich nicht hauptsächlich in der Unterscheidung von Flächen gleicher Helligkeit. Zahlreiche Untersuchungen in den letzten 20 Jahren zeigten, dass die Unterscheidung von Flächen gleicher Helligkeit (“Isoluminanz”) für das menschliche visuelle System eine relativ schwierige Aufgabe darstellt.

A-TACS® adressiert und verbessert diese kritischen Fragen auf drei Arten:
  1. Unnatürliche quadratische Pixel werden durch organische Pixel ersetzt. Mit Hilfe unseres patentierten Prozesses haben wir eine Palette von natürlichen Farben erstellt, die digital aus den realen Elementen in einer sorgfältig gesteuerten Beleuchtung abgetastet werden. Das Muster wird dann unter Verwendung eines mathematischen Algorithmus erzeugt, der "organisch geformte" Pixel unter Verwendung der spezifischen Farbinformation schreibt. Das resultierende Muster, während immer noch digital, sieht weit mehr organisch aus. 
  2. Kleine Muster werden so eingesetzt, dass sie größere klarere Formen schaffen, die auch auf Distanz Tarnwirkung haben. Kleine Formen erzeugen größere Formen und größere Formen werden zu einem unterschiedlichen Muster ohne horizontale oder vertikale Ausrichtung organisiert. Dieses einzigartige "Muster in einem Muster"-Konzept ermöglicht es A-TACS®, die menschliche Umrisse effektiv in großen Abständen zu brechen, wodurch der "Blobbing"-Effekt von anderen Mustern bei Betrachtung aus der Entfernung minimiert wird. 
  3. Effektivere Nutzung der Farbpalette produziert ein besseres Tarn-System. A-TACS® wird unter Verwendung eines weitaus größeren Bereichs von miteinander vermischten natürlichen Farben erzeugt, als dies bisher möglich war. Die allgemeine Grundfarbe für das Tarnmuster ist eine neutrale Bräune, die für den Einsatz in offenen, felsigen oder trockenen Umgebungen konzipiert ist. Darüber hinaus gibt die abstrakte und verwickelte Natur dieses Musters einen einzigartigen "Fingerabdruck", der sich nicht nur an verschiedene Dienstzweige anpasst, sondern auch das Kopieren erschwert.

A-Tacs Foliage Green


A-TACS FG (Laub / Grün) Camo verwendet zahlreiche Grüntöne, die direkt aus einer Vielfalt von bewaldeten und übergangsreichen Geländeelementen in Kombination mit verschiedenen Schattierungen von Erde gefertigt wurden. A-TACS FG Camo wurde entwickelt, um in einer Vielzahl von temperierten Umgebungen wirksam zu sein.

A-TACS AU


A-TACS AU (Arid / Urban) Camo nutzt zahlreiche Farbtöne direkt aus einer Vielzahl von trockenen und urbanen Umgebungen kombiniert mit verschiedenen Schattierungen von Erde und kleinen Mengen von grünen, A-TACS AU Camo ist entworfen, um in einem breiten wirksam Bereich der ariden Umgebungen. Dieses Muster war der erste, der ein Verfahren verwendete, bei dem organische Pixel in den Mikrostrukturen in grßere, definiertere "Makro" -Formen gruppiert wurden, die größere definierte Muster entwarfen, um von einer Entfernung betrachtet zu werden.

Weitere Informationen zu Tarnmustern:

Weitere Informationen zu Camouflage in der Mode:

Samstag, 8. Oktober 2016

Die Geschichte der Unsichtbarkeit und die Zukunft der Tarnung

Im Jahr 2004 machte die US-Armee einen kolossalen Fehler. Es führte eine neue digitale Tarnung ein -  Universal Camo Pattern (UCP) - ein Muster entwickelt, um in allen Umgebungen zu tarnen. Nur wenige Monate später, als der Krieg im Irak sich intensivierte, wusste jeder Soldat auf dem Boden die Wahrheit: Durch den Versuch, in jeder Situation zu tarnen, tarnte UCP in keiner von ihnen.

Leider ist das Rennen, ein Muster zu finden, das tatsächlich funktioniert - ein Rennen, das offiziell als Tarnungsverbesserungsanstrengung der Armee bekannt ist - seine eigene Art von Debakel gewesen ist. Der Wettbewerb forderte neue Muster von hunderten von Camo Designern, dann die Einträge bis zu vier Finalisten auswählte. Nach vier Jahren (und Millionen von Dollar) schien die Armee bereit zu sein, einen Sieger auszuwählen.

Doch die Verzögerungen haben sich fortgesetzt. Das letzte Gerücht war, dass die gesamte Camo Improvement shebang im Begriff war, abgesagt zu werden. Stattdessen ging die Armee einfach von der Brooklyn-Firma Crye Precision aus, die seit der Offenbarung, dass das Universal-Camo-Muster nicht funktionierte, als Stoppmaß gedient hat.

Das ist aber noch nicht geschehen, und die Geschichte wird seltsamer. Zurück im Dezember, Kongress führte eine Rechnung, die die Armee völlig von der Einführung eines neuen Musters in diesem Jahr blockieren würde. Bis 2018 würde die Rechnung jedoch verlangen, dass das gesamte Verteidigungsministerium dasselbe Muster annimmt. Politiker, es scheint, sind krank von Geld für dieses nie endende Problem. Als Reaktion auf mein Ersuchen um Stellungnahme vom Militär konnte Sprecher William Layer mir nur folgendes mitteilen: "Die Armee ist mit zahlreichen Optionen und Faktoren in den letzten gesetzgeberischen Beschränkungen."

Inmitten von Anschuldigungen von allgemeiner Inkompetenz und bürokratischem Bürokratie gibt es auch die Tatsache, dass sich die Kriegführungstechnologie rasant entwickelt - und niemand kann voraussagen, wie sich Camo auf lange Sicht anpassen muss. Das aufkeimende Feld der Militärwissenschaft, das sich um die Frage kümmert, wie unsere Augen Interpretationen oder Fehlinterpretationen von Informationen darstellen, ist noch sehr jung. Und Milliarden von Dollar herauszuwerfen hat nicht die beabsichtigte Wirkung.

Die Geschichte der Unsichtbarkeit


Die heutige Camouflage hat eine relativ kurze Geschichte. Bei der Geburt des modernen Krieges im 18. Jahrhundert - als Langstreckengewehre entstanden - war das Konzept der Tarnung in Waldgrün oder Feldgrau verkleidet. Nach dem ersten Weltkrieg experimentierten die Truppen mit "blenden", was es schwierig machte, die Nähe eines Schiffes in der Ferne zu messen. Bald wurde die Technik auf Menschen angewendet.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs waren die markanten nierenförmigen Splitter von zeitgemäßer Tarnfarbe aufgetaucht - und die Dinge eskalierten schnell von dort. Bis zum Ende des Krieges hatten moderne Maler sogar geholfen, optische Muster zu entwickeln, um das Auge zu täuschen, Ideen aus dem Kubismus und Op-Art zu leihen.

In den späten 1970er Jahren jedoch führte die Armee eine neue (und unbeliebte) Art von Muster namens "Dual Textur", ein frühes Vorläufer der "digitalen" camo wir heute kennen. Dual-tex verwendet perfekte Quadrate der Farbe, um zwei Muster auf einmal zu simulieren: eine kleinere, und eine größere, effektiv bei mehreren Entfernungen.

Es war ein früher Vorläufer des digitalen Camoons, aber erst in den 1990er Jahren entwickelte sich Camo auf Computern - und damit eine Renaissance in der wissenschaftlichen Studie von camo. Ein Armeeoffizier namens Timothy O'Neill, "der Großvater der modernen Tarnmuster", pionierte das Genre mit seinen kleinen Farbfeldern, die in die Lage versetzten, einen getarnten Soldat oder LKW als Teil des Hintergrunds einer Szene zu betrügen.

Warum haben Pixel eine bessere Arbeit, die traditionelle Blobs? Weil Pixel besser sind, um Fraktalmuster nachzuahmen, die unsere Augen als weißes Rauschen interpretieren. Durch das Suchen weniger wie figurative "Natur", gibt digitale Camo unsere Augen nichts zu fixieren.

Aber das Auge ist ein komplexes Stück Anatomie - und die Wiederherstellung der gleichen optische Trick für Millionen von Soldaten in einer unendlichen Zahl von Umgebungen ist fast unmöglich. Infolgedessen ist eine Hüttenindustrie der unabhängigen Vertragspartner und der Ingenieure aufgetaucht, die jede ihre eigene einzigartige Variante der digitalen Tarnung - einschließlich die vier Finalisten in der Armee-Camo-Verbesserung bemühen.

Einige dieser Firmen lehnten es ab, zu kommentieren, wenn ich sie für diesen Posten kontaktierte, höchstwahrscheinlich, weil die Siegerankündigung der Armee noch kommen würde. Guy Cramer, CEO von Hyperstealth Biotechnology Corp, Entwerfer von camo für die Armeen von Jordanien und Afghanistan und einer der vier Finalisten im Camo Improvement-Ansatz war so freundlich, viele meiner Fragen über camo Design und das zu beantworten Versuchen, sie zu verbessern.
Unter Berücksichtigung der Eye's Flaws

Wie Cramer mir erklärte, versucht digitale Tarnung, fortgeschrittene optische Tricks zu verwenden, um das Gehirn in das Fehlen des Körpers eines Ziels zu verwechseln, anstatt sich einfach in die umgebende Landschaft einzumischen. "Man kann nicht einfach Farbe an die Wand werfen und es Tarnung nennen", sagt er. "Wir sind nicht unbedingt versuchen, Zufall zu schaffen. Wir wollen das Gehirn, um Muster als Teil des Hintergrundes zu interpretieren."

Diese Art von visueller Betrug betrifft eine hohe Ordnung. Es beinhaltet Ideen über die Farbwissenschaft, die Anatomie des menschlichen Auges und sogar die Logistik der Musterbildung. Und es ist immer noch nicht perfekt. Nehmen wir eine der größten Mängel der Armee ist gescheitert digitalen Muster, UCP: die Skala der pixeligen Mustern.

Mikromuster und Makromuster


Alle digitalen Tarnmuster haben zwei Schichten: ein Mikromuster (die Pixel) und ein Makromuster (die Formen, die die Pixel bilden). Wenn die Skala der Makromuster zu klein ist - wie bei UCP -, löst sie ein optisches Phänomen aus, das "Isoluminanz" genannt wird, wodurch das sorgfältig konstruierte Tarnmuster zu einer hellen Masse wird. Mit anderen Worten, es macht es unglaublich einfach, Ziele aus der Ferne zu erkennen. Das war eines der größten Probleme mit UCP, wie Sie sehen können.

Und was ist mit Farbe? Im Jahr 2004, als die Armee UCP eingeführt, zeigte es, dass es keine schwarzen in das gesamte Muster. Schwarz kommt nicht in der Natur vor, erklärten Beamte. Aber Cramer stimmt überhaupt nicht zu. Schwarz und Braun sind wesentlich, Schatten zu imitieren. Cramer Finalist Muster für die Verbesserung der Anstrengung umfasst etwas namens "Grenze Luminanz", eine dünne schwarze Linie entlang der Makro-und Mikrostrukturen, die das Auge in das Sehen 3D-Formen tricks:

"Wenn Sie nicht mindestens einen Prozentsatz davon auf Ihrem camo haben, wird es abheben und sehen sehr 2D, weil es nicht diese Tiefe Wirkung hat", erklärt er. "Es war eine harte Lektion gelernt."

Skala und Maßstäbe


Es gibt jetzt mehr als eine halbe Million Soldaten in der Armee - und Druck und Schneiden genug Uniformen für alle von ihnen (zu den niedrigsten Kosten!) Präsentiert ein eigenes, einzigartiges Problem. Es ist wichtig, dass camo den Umriß des Soldatenkörpers an entscheidenden Punkten wie dem Handgelenk, dem Knie und dem Knöchel "auflöst".

Genau wie die Streifen eines Tigers, die senkrecht zu ihren Gliedern verlaufen, helfen diese visuellen Pausen, die Anatomie eines menschlichen Ziels zu verbergen. Wenn eine Rolle von Tarnstoff in Millionen von Uniformen geschnitten wird, kann es schwierig sein, vorherzusagen, wo diese Pausen landen werden.

Ebenso sind unsere Gehirne sehr gut, Muster zu erkennen - wenn wir eine Form zweimal sehen, sind wir sofort bewusst, dass etwas aufkommt. Es ist also unglaublich wichtig, dass die linke und die rechte Seite einer Uniform nicht immer übereinstimmen. "Eine Menge von Mustern wird dieses Problem haben", sagt Cramer. "Das Gehirn wird sehen, eine Anomalie auf der rechten Seite der Brust, und wenn es sieht ein sehr ähnliches Muster auf der linken Seite der Brust, das Gehirn sofort verbindet die Punkte und sagt, ich sehe jetzt den oberen Teil eines menschlichen Körpers aufrechtzuerhalten.

Der Erfolg von Cramer ist zum Teil durch seine Fähigkeit, Muster zu entwickeln, die alle diese komplexen Kriterien erfüllen, gekommen. Er ist ein Pionier des algorithmischen Tarndesigns: Anstatt sich auf sein eigenes Gehirn zu verlassen, um Muster zu entwerfen, schreibt er Programme, die echte geometrische Fraktale erzeugen. Fraktale, wie das klassische Beispiel eines Blattes, sind mathematische Muster, die sich in jeder Größenordnung wiederholen.

Ohne Skalenreferenz können unsere Augen nicht zwischen Fraktal und Hintergrund unterscheiden.

Das ist der Grund, warum Cramers Muster von Schusswaffen bis zu Hubschraubern verwendet wurden (nicht zu sagen mehr als 2,5 Millionen Uniformen): Weil sie schuppenlos sind, verbergen sie Objekte, die so klein sind wie Menschen und so groß wie Gebäude.

Jeder denkbare Test


Die Kunst, diese Muster zu testen, ist beinahe wichtiger als das Design selbst - und es ist ein Prozess, den Cramer gut kennt, weil er die Testmuster der Armee seit fast einem Jahrzehnt geholfen hat. Der Prozess beinhaltet Quizzing der Armee die besten Scharfschützen mit Tausenden von Fotografien.

An der United States Military Academy in West Point werden die Probanden - darunter Scharfschützen mit perfekter - oder besserer Sicht - Don Eye-Tracking-Ausrüstung und werden in ein immersives Theater geleitet, wo sie nach Rutsche von getarnten Soldaten in verschiedenen gezeigt werden Umgebungen. Es gibt eine riesige Palette von Bildern, die man durchmachen kann: Für jede erdenkliche Umgebung, von Wüsten bis zu Sümpfen und allen erdenklichen Wetterereignissen. Jenseits Umweltinformationen gibt es Fragen wie Reichweite: ein Muster muss gut close up sowie weit weg. Laut Soldier Systems hatte die Camouflage Improvement Effort 900 Probanden jedes Muster in 45 Umgebungen getestet, was zu insgesamt 120.000 Datenpunkten führte.

Ein entscheidender Teil des Testprozesses ist nicht nur, wie schnell Probanden eine visuelle Anomalie identifizieren können - es geht darum, wie schnell sie erkennen können, wo der Körper des Soldaten tatsächlich liegt. Diese Millisekunde Entscheidung kann einen großen Einfluss auf dem Gebiet, wo nach einem NBC-Bericht, die Identifizierung eines Ziels nehmen die durchschnittliche Scharfschütze nur 12 bis 30 Sekunden.

Kämpfen, um Schritt zu halten


Ende August wurde ein Spezialkräfte-Team unerwartet von einer Mission in Libyen entfernt, nachdem terroristische Gruppen Dutzende von Pistolen und Gadgets aus US-Army-Trucks gestohlen hatten. Was hat das mit Camouflage zu tun? Alles, eigentlich.

Zusammen mit Maschinengewehren und Lasern stahlen die Raider ein Gadget, das eventuell genau so viel Schaden verursachen könnte: Eine spezielle Art von US-Army-Nachtsichtbrillen, die kurzwelliges Infrarotlicht erkennen - auch das SWIR-Spektrum. Bei 45.000 Dollar ein Pop, lassen diese Schutzbrillen Soldaten sehen bei rund 1 μm Wellenlänge, wo Farben mischen sich in eine weiße Masse. Mit anderen Worten, machen sie Camouflage völlig nutzlos. Die einzigen Paare in Existenz ruhen sicher in den Händen der US-Armee, bis jetzt. Daher der Auszug.

"Es war nie ein Problem bis jetzt", erklärt Cramer. "Jetzt haben Sie die bösen Jungs laufen mit der gleichen Technik."

Welche Hinweise auf die zugrunde liegende Erklärung für die camo snafu, über Sequestrierung oder inter-Agentur spats: wie Feinde ändern und die Versorgung Kanäle für die neueste Militärtechnologie entwickeln, kann die Armee nicht sicher sein, was genau die anderen Jungs sehen, wenn sie Peer Über den Horizont bei ihren Truppen.

Wir sind aus dem steingrauen oder feldgrünen Tarn des 19. Jahrhunderts gekommen. Von den sechziger und siebziger Jahren haben wir sogar einen langen Weg zurückgelegt, als ein einziges Muster viele Jahrzehnte und viele Konflikte tun konnte. Die moderne Kriegsführung ändert sich mit einer dramatischen Geschwindigkeit - und auch wenn das Verteidigungsministerium dieses oder jenes Jahr ein neues Muster aufgreift, wird es nicht lange dauern, bis sie gezwungen werden, es neu zu bewerten.

Es ist fast so, als ob die Armee nicht weit genug in die Zukunft blickt, wo schnelles Prototyping und intelligente Materialien neue Muster und Texturen gleichzeitig erzeugen können, wenn sich die Feldbedingungen ändern.

Hyperstealth, zum Beispiel, arbeitet an einem Projekt namens Quantum Stealth - ein Licht-Biege-camo-Projekt, das in den Medien ein "Unsichtbarkeitsumhang" genannt wurde. Ein Projekt, leider, dass seine Schöpfer nur noch nicht diskutieren können.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Was ist der Blobbing Effekt?

Der sogenannte "Blobbing"- oder "Isoluminance"-Effekt, der durch die Größe und Anordnung eines Musters verursacht wird, führt dazu, dass das menschliche Auge das Muster und die verschiedenen Farben aus der Ferne als eine zusammenhängende Masse wahrnimmt und der Tarneffekt damit nahezu null ist.

Das ist insbesondere bei der computergenerierten Universaltarnung "Universal Camo Pattern" (UCP) ein Problem, die eigentlich für alle Regionen und Jahreszeiten entwickelt wurde. Das Digitaltarnmuster, ähnlich dem MARPAT-Tarnmuster des US Marine Corps, enthält verschiedene Grau-, Beige- und Grüntöne, die es für den Einsatz in allen Gebieten tauglich machen sollte, was sich effektiv im Einsatz aber leider als nicht erfolgreich erwiesen und zu vielen Beschwerden der US Soldaten geführt hat. In Afghanistan zum Beispiel war der Sand viel zu dunkel, so dass die ACU von weitem gesehen wurde. Außerdem ist die ACU nicht für bewaldetes Gebiet geeignet.

Die amerikanische und englische Presse machte sich daraufhin darüber lustig, dass die US Regierung 5 Billionen US-Dollar für ein neues Tarnmuster der Zukunft verschwendet hat, was viel schlechter wirkt, als alle "alten" traditionellen Tarnmuster: Das gescheiterte Camouflage-Projekt - UCP Universalmuster als Risiko

Das "visuelle Rauschen" von Digitalen Tarnmustern führ dazu, dass sie insbesondere aus der Ferne für das menschliche Auge zu einer festen Farbe verschmelzen, was den "Blobbing"-Effekt (auch "isoluminance" genannt) erzeugt. Die Funktion des menschlichen Farbensehens, liegt nämlich nicht hauptsächlich in der Unterscheidung von Flächen gleicher Helligkeit. Zahlreiche Untersuchungen in den letzten 20 Jahren zeigten, dass die Unterscheidung von Flächen gleicher Helligkeit (“Isoluminanz”) für das menschliche visuelle System eine relativ schwierige Aufgabe darstellt.




 

Samstag, 1. Oktober 2016

Camouflage: "Coyote Brown" ist das neue Grau


Vor etwa hundert Jahren war Grau eine Schattierung (nicht gerade eine "Farbe"), die keine Aufmerksamkeit auf sich zog und somit als grundlegende Tarnfarbe in so ziemlich jeder Umgebung lebensfähig war. Auch die klassische Tarnung der Bundeswehr zu Zeiten des Kalten Kriegs war eine Mischung aus Grau und Grün (offiziell "Feldgrau", auch "Olivgrün" genannt).

Ich habe bemerkt, dass - zumindest in der anglophonen Welt - das bewährte Grau aus der Mode scheint. Das Multicam-Tarnmuster ersetze ein paar dumme Tarnmuster und die Farbe "Coyote" oder "Coyote Brown" (ein Sandbraun) scheint die Farbe in der Mode für Anwendungen ohne Tarnmuster zu sein. Es erinnert mich an die berühmte Khaki-Farbe, die eine ähnliche Rolle wie Grau außerhalb Europas spielte.


Die Begründung ist einfach, dass einige Ausrüstungsgegenstände kein Tarnmuster brauchen oder mit verschiedenen Tarnmuster verwendbar sein sollten. Dies gilt z.B. für Beutel oder Kleinteile.

Das Hauptziel ist natürlich möglichst wenig Kontrast zum Tarnmuster, denn ein zu starker Kontrast zwischen gemusterten Kleidern und hellbraunen Geräten könnte die Soldaten auch in vorteilhaften Gelände sehr leicht erkennbar machen. Das ist zum Teil ein allgemeines Problem mit der Form der Ausrüstung und zum Teil ein allgemeines Problem mit homogener Färbung.


 
Der Namensvetter, der Coyote, hat nicht einen einzigen großen monochromen Fleck auf seinem Fell. Es ist eher ein mit verschiedenen Schattierungen der Farbe für seine Evolution optimierter Pelz.
Eine Armee, die es wirklich ernst mit der Optimierung ihrer Tarnung meint, kann sich nicht auf eine Kombination aus einem guten Tarnmuster und einer monochrome Farbe verlassen!


Ich denke deshalb der Fokus sollte eher auf guten Tarnmustern als auf Tarnfarben liegen. Dies wiederum bedeutet, dass nicht nur die Aufmerksamkeit auf mehr oder weniger modische Tarnmuster schlecht beraten ist; Es ist nicht sehr wichtig, welche Farbe oder Muster Sie für Zubehör entweder verwenden. 

Die Farbe "Coyote" hat den Vorteil, angenehmer für das menschliche Auge als grau zu sein und ist daher eine gute Wahl. Es ist außerdem OK, sie für Zubehör zusammen mit verschiedenen Tarnmustern zu verwenden - solange wir nicht über die normalen Flecktarn oder ähnliche ziemlich dunklen Tarnmuster sprechen. 

Der Kontrast zwischen Flecktarn und Coyote wäre zu groß, zu erkennbar. Ich bin sowieso nicht sehr überzeugt von der Dunkelheit des normalen Flecktarns, aber Flecktarn ist unbestritten großartig, wenn man sich im dunklen Schatten eines Baumes oder eines anderen großen Objekts versteckt (und es ist meist schwer, sich irgendwo anders zu verstecken).